Silvester 2008 Osnabrück-Halle 31. Dezember 2008

Da wir das Tourtagebuch im routierenden Verfahren schreiben, wollte es wohl das Schicksal so, dass ich ausgerechnet für diesen Termin den Bericht schreiben durfte.
Wie jedes Jahr freute ich mich auf den Abend in der Osnabrücker Stadthalle – für mich immer ein Highlight des Jahres. Halle wunderbar geschmückt, viele, viele Menschen da und alle in wunderbarer Feierlaune. Das erste Set ging schon mächtig ab. Die Hände waren von Anfang an oben, tanzwütige Menschen und eine Bombenstimmung.
Jedoch plagten mich schon den ganzen Tag starke Kopfschmerzen. Schon nach dem ersten Set, merkte ich, dass ich weder stimmlich, noch ansonsten körperlich auf der Höhe war. Im zweiten Set steigerte sich dann nicht nur die Stimmung in der Stadthalle ins unermessliche, sondern auch meine Kopfschmerzen. Aber Gott sei Dank war jetzt Pause und der Jahreswechsel stand bevor. Die ganze Band feierte plus der Liebsten im Backstage-Bereich. Alle hatten sehr viel Spaß – nur ich nicht. Kurz nur am Sekt genippt, denn nach Alkohol war mir nun wirklich nicht.
Paracetamol eingeworfen und ab auf die Bühne – drittes Set. Wer singt und dabei schon mal starke Kopfschmerzen hatte, weiß, wie sich das anfühlt. Bei hohen Tönen meint man die Schädeldecke explodiert. Lustiger Nebeneffekt – die Kopfschmerzen werden noch stärker. Und wegen der starken Kopfschmerzen kommen jetzt noch starke Übelkeit und Schwindelanfälle dazu. Kurz vor Ende des 3. Sets merkte ich, dass jetzt NICHTS mehr geht. Das merkte Tom, unser Roadie und Balkan-Gigolo, auch und holte die Sanis.
Dort lag ich dann und kann daher nicht mehr sagen, was in der Stadthalle passierte. Mir wurde zugetragen, dass die Band noch einmal zum Verabschieden auf die Bühne gekommen ist und eine XXL-Version von Angels zum Besten gegeben hat.

Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich bei den Veranstaltern für Ihr Verständnis bedanken und sagen, dass es mir unsagbar leid tut, dass wir nicht mehr im Stande waren, die letzten Songs zu spielen. Außerdem möchte ich mich bei Matze als DJ bedanken, der eine Rutsche mehr aufgelegt hat, um mich aus der Sache rauszuboxen – Riesenjob Matze! Großen Dank auch an Gero, der wieder ein Spitzenjob als Aushilfe für Dennis an der Gitarre geleistet hat. Und nicht zuletzt gilt mein Dank an Felix und seine Kollegen vom ASB (oder waren es die Malteser?), die mir zwar aufgrund von Zuckerprüfungen halb den Finger zerstochen haben, sich aber so was von nett und fürsorglich um mich gekümmert haben – Danke Jungs!
Olli



Silvester Countdown Party Alando, 27. Dezember 2008
 

Coldplay hat sich aufgelöst

Der Auftritt im Alando war eine ganz besondere Herausforderung für uns. Hatte uns doch glatt die Grippewelle mit voller Wucht erwischt. 3 Ausfälle waren zu beklagen. Olli, unser Sänger, Dennis unser Gitarrist. Am frühen Abend kam es dann zur Katastrophe. Auch unseren Phil an den Drums hat es erwischt. Keine leichte Aufgabe. Was nun???
Wir beschlossen kurzerhand Carsten und Gero an der Front zu verpflichten. Für Gero war es
der Starlight Excess Stapellauf. Fürs "erste Mal" wirklich meinen vollen Respekt. Für Carsten
standen nun ein paar neue Stücke an, die er quasi in realtime erlernen und performen musste. Nachdem wir dem Veranstalter dann unser Personalleiden näher brachten liess er
uns nach dem Soundcheck noch weitere 90min proben. Wir sollten entscheiden ob wir auftreten oder nicht. Für Phillip hatten wir keine Aushilfe bekommen können. Alle Subs waren
"on the road". Also rückte er mit 40° Fieber , Schüttelfrost und Magen Darm an und stellte
sich der Herausforderung. Und weiss Gott !!! Phillip du bist für mich der Bruce Willis unter den Schlagzeugern dieser Welt. Ich glaube nur an deiner Stimme sollten wir noch etwas feilen :-)
Das waren die Rahmenbedingungen. Und was geschah? Es war ein stimmungsvolles Alando Konzert wie es sich gehört. Die Leute feierten uns und sich selbst. Bei ACDC hab ich viele Schlipsträger Headbangen gesehen. In den Pausen legte DJ Michael Gesdorf auf und begeisterte ebeno die Leute. Danke nochmal an Carsten für seinen heldenhaften Einsatz auch bei neuen Stücken wie z.B. von Ich + Ich oder Kid Rock. Auch wenn seine Lieblingsband COLDPLAY sich am vorherigen Tag auflöste war seine Performance ein bunter Blumenstrauss, voller Überraschungen mit einem Hauch von H-Moll :-)
Für das absolute Starlight Dinner gebe ich Frederick Heede sowieso 10 Punkte. Für die Performance im Alando unter diesen Rahmenbedingungen gebe ich der Band, die sich quasi 2 Stunden vor dem auftritt kennengelernt hatte ebenso 10 Punkte.
Manchmal muss man sich eben den Aufgaben stellen und wächst mit ihnen hoch hinaus.
Dieser Tag war so eine Aufgabe und wir danken dem Alando Team, ganz besonders Frederik für das Vertrauen. Ich singe mich jetzt mit dem Schäferlied in den Schlaf und träume von Amy Winehouse.......

Gruss

Mirko von Starlight


Weihnachtsfeier AK-Tronic Saerbeck, 20.Dezember 2008


Kennt Ihr eigentlich "Silent Hunter 4"

Angekommen im Mekka der Computerspiel-Oase (die Regale waren randvoll mit Sony Playstation Spielen und PC Spielen aller Art) erwartete mich direkt eine Mitarbeiterüberraschung der Extraklasse. Während andere Firmen mit Weihnachtsgoodies knausern und aus wirtschaftlichen Gründen Weihnachtsfeiern abblasen wird hier offensichtlich
Mitarbeiter Motivation ganz gross geschrieben. Ich platzte hier gerade in eine Verlosung, wo die Preise aus Sony Playstation Konsolen, LCD und Plasma Fernseher, Reisen etc. bestanden also ganz wie bei "Glücksrad" und das Beste war. Man musste nicht einmal Vokale
kaufen sondern nur eine Losnummer haben. Der Pechvogel mit der Los Nummer 110 hat doch glatt auf eine Playstation 3 verzichtet. Wahrscheinlich war er gerade pinkeln, als ein neues Los für den Preis herhalten musste.
Auch für Speisen und Getränke war in der geschmückten AK Tronic Logistikhalle bestens gesorgt. DJ Dave heizte die Leute ordentlich ein bevor wir die Bühne betraten. Im 1. Set ging
es dann auch schon mit hohem Tempo los ( nicht nur beim Publikum :-) Es wurde geklatscht, gesungen und gehüpft. Nein es waren keine virtuellen Spielfiguren aus AK Tronics Software Pyramide es waren die Mitarbeiter selbst. An dieser Stelle nochmal einen schönen Gruss an Andreas Meersmann, einem ehemaligen Kollegen von mir bei Musik Produktiv.
Das 2. Set war dann mehr etwas für Multiplayer. So kamen noch diverse Luftgitarristen im Publikum zum Einsatz. Auch das Eis zwischen Olli, unserem Frontmann und einem Mitarbeiter in der ersten Reihe, der Olli unbedingt mal anfassen wollte war gebrochen. Einfach mal das Mikro hinhalten und sich feiern lassen war dann die Devise. Unser Aushilfsschalgzeuger Stefan Käsekamp sass auch fest im Sattel und führte die Band in Level 3. Im 3. Set hab ich dann meinen Titel "What´s up" kurzfristig in "Silent Hunter 4" umgedichtet, da dieses Spiel mir noch auf meiner Weihnachtswunschliste fehlte. Nochmal ganz lieben Dank an Claudia Agternkamp für die nette Geste. Ich habe mich sehr über Deine Post gefreut. Und für Alle die mal gerne U-Boot fahren wollen sei das Spiel "Silent Hunter 4" aus der Software Pyramide von AK Tronic wärmstens empfohlen. Wir haben uns sehr wohl bei euch gefühlt und sind dankbar, daß wir für euch rocken durften. In diesem Sinne "FROHE WEIHNACHTEN AK-Tronic"

Lieben Gruss
Mirko von Starlight Excess


Firmenfeier Lennestadt, 12. Dezember 2008

 

Sauerland, mein Herz schlägt für das Sauerland…


so oder so ähnlich klang es jedenfalls in unregelmäßigen Abständen aus den Reihen des Publikums, schon als wir in Lennestadt eintrafen um unser Equipment startklar zu machen.

Da es draußen saukalt war haben wir schnell alle Koffer und Gitarren aus dem Auto geholt und sind rein in die warme Scheune, wo wir auch schon durch DJ Dave und unserer Aufbaucrew freundlich mit ein paar alkoholischen Getränken begrüßt wurden.

Kurze Zeit später, nachdem alles wie üblich verkabelt war, musste ich leider feststellen, dass mein Floorboard (Erklärung für Nicht-Musiker: das ist dieses Brett mit den kleinen Knöpfen auf dem Boden, dass zum Umschalten von Sounds dient) keine Signale an meinen Verstärker und die Effekt-Sektion sendete. Ein wenig hektisch (denn dieses Teil habe ich nicht in doppelter Ausführung dabei) suchte ich dann Toff, der mir sagte: „Schraub mal auf, ich suche schon mal ´nen Lötkolben.“ Aufgeschraubt war das Teil recht schnell (auch wenn man dazu 20 Schrauben lösen muss… ist wohl für die Ewigkeit verschraubt), jedoch ließ sich einfach kein Lötkolben finden geschweige denn auftreiben.

In aller Verzweiflung sind wir dann zu den anwohnenden Nachbarn gelaufen, haben Klingelmäuschen gespielt und freundlich nach dem begehrten Objekt gefragt- Fehlanzeige. Die letzte Rettung sollte eine blaue Tankstelle in ca. 10 km Entfernung hinter einem Berg (wir waren schließlich im Sauerland) sein, in der Toff dann ungläubig angestarrt wurde als er die Frage stellte: „Ich würde gerne einen Lötkolben kaufen oder ausleihen…“. Vor der Tanke haben sich in der Zeit ein paar Mädels mit einer Flasche Wodka vergnügt um dann in die nächste Dorf-Disse zu fahren!!

Obwohl wir nun nach wie vor nicht das bekommen hatten was wir eigentlich benötigten sind wir wieder ins Auto um zurückzufahren. In dem Moment rief dann unser DJ Dave an, dass er einen Schnell-Löter (ca. 1000 Watt oder so) von einem Gast bekommen hat. Also nichts wie zurück, wir wollten ja schließlich pünktlich anfangen.

Während wir das erste Set anstimmten schraubte und lötete die Technik-Crew an meinem Floorboard, welches immer mal wieder angeschlossen wurde und…. Leider nicht ans Laufen zu bringen war. Der Stimmung in der Scheune tat dies keinen Abbruch, wie auch! – Wer aus Lennestadt kommt, weiß auch, wie es sich zu feiern gehört.

Das Essen war eine wahre Pracht, Fleischberge, Salatberge, Brotberge… Sascha und ich haben versucht alles zu verputzen, aber es wurde irgendwie nicht weniger… sehr lecker auf jeden Fall!!

Nach dem dritten Set und weiteren zwei Zugaben haben wir uns dann schnell auf den Weg nach Münster gemacht, denn es war schlechtes Wetter angesagt und wir wollten ja nicht eingeschneit werden. 75 Minuten später waren wir dann zu Hause und der Abend war vorbei. Keiner ist mehr ein Bier in irgendwelchen kleinen Eckkneipen trinken gegangen, aber das kommt bestimmt auch bald wieder.

So, genug geschrieben, bis zum nächsten Mal,

Dennis