Silvester, Aura, Ibbenbüren, 31.12.2009
Die Haftung für Ihre Garderobe ist auf höchstens € 150,- begrenzt.
31.12.09 – Ibbenbüren ist Winter Wonderland. Und die gesamte Gegend im Umkreis von 500 km ebenfalls. Glatt war es auch und Rentner waren sowieso mehr als sonst auf den Straßen unterwegs. Trotzdem hat es die ganze Band ziemlich pünktlich geschafft, in NRWs Partytempel anzukommen. Los ging es direkt mit dem Soundcheck, nachdem Disco-Mitarbeiter schon um 18:15 Bedenken angemeldet hatten, ob wir denn bis 19:00 fertig würden. Im Anschluss an den Soundcheck, 18:59, Eskorte zum Backstage-Raum, der mir nach meiner Ankunft mit den Worten „oh, der Raum sollte eigentlich für euch fertig gemacht werden“ schon kurz gezeigt wurde. Pünktlich zu unserem Einzug war er dann auch „fertig“.
Statt des mir gezeigten, einzig mit Garderobenstangen ausgestatteten, Raumes fanden wir nun einen mit Garderobenstangen, 30x60cm großem Tisch und etwa 4 Stühlen ausgestatteten Raum vor. Schön. Mal sehen was noch kommt.
Temperaturen von -10°C bis +40°C – was man sonst nur aus gehobenen finnischen Saunazentren kennt war in der Silvesternacht auch im Aura zu haben. Allerdings nur für einen sehr kleinen, sehr erlesenen Personenkreis: Die Band. Die 40°C bekamen wir, wie in Discos üblich, auf der Bühne zu spüren. Die -10°C... naja, ihr könnt es euch denken... Auf diesen Raum traf die Beschreibung „Hell Freezes Over“ ziemlich genau zu! Da hätte man die Eagles mal rechtzeitig reinstecken sollen! 13 Jahre mehr voller richtig guter Musik hätten hier ihren Anfang nehmen können!
Gute Musik gab es allerdings auch an diesem Abend in ausreichenden Mengen. Gefühlte 200 DJs und wir spielten auf einer gefühlten Partyfläche von 849446 Hektar. Vor dem Gig war dann noch viel Zeit – genug für einige Cheeseburger, Pizzen, Pommes und Chicken Nuggets nach Art des Hauses – Aushilfsdrummer Marvin... ääh... Melvin... ähm... Marius! Genau! Hat es sich dabei nicht nehmen lassen, sich von jeder einzelnen Position der Speisekarte persönlich zu überzeugen.
Die von uns bespielte Area füllte sich dann schon zum ersten Set recht schnell mit partywilligen Gästen, waren wir doch durch die Tatsachen, dass man Silvester nicht erst um 2 Uhr Nachts in die Disco fährt und wir den Raucherbereich bespielten quasi doppelt im Vorteil. So war das letzte Set in 2009 dann auch ein ungewohnt rockiges, nicht zuletzt wegen der nicht ganz konventionellen aber exquisiten Setliste, die uns Sascha an diesem Abend servierte.
Dann der große Moment – Jahreswechsel. Alles was zwischen den Sets 1 und 2 ablief, insbesondere die Minuten um Mitternacht, kamen bei der Band jedoch etwas laid-back an, so waren wir noch beim Countdown (ungefähr bei 17), als die ersten 10 Raketen schon verglüht waren. Ebenso haben wir das großartig angekündigte, riesige Feuerwerk erst gefunden, als schon fast alles vorbei war. Schade.
Aber macht ja nix, wir sind ja nicht zum Spaß hier. Also wieder ab in die Tiefkühl-Garderobe. Internet per Mobilfunknetz war in diesem Bunker leider auch nicht zu haben, daher nutzten wir die freie Zeit (wie auch zwischen den anderen Sets) dazu, uns hin und wieder tatsächlich als Garderobenpersonal auszugeben. Erstaunlich, wie unterhaltsam eine sich öffnende und wieder schließende Jalousie sein kann!
Weiter also mit Set 2. Wieder eine volle Tanzfläche, wieder ausgelassene Partytiere, wieder viel Spaß vor und auf der Bühne.
Zurück im Tiefkühllager das bekannte Spiel. Nur dieses Mal mit wahlweise aufgebrachten und/oder stark alkoholisierten Gästen, die in uns die einzigen verbleibenden Abnehmer für ihre Jacken sahen.
Auch im dritten und vierten Set hatten wir – bei inzwischen doch um einiges gestiegenem durchschnittlichem Alkoholpegel vor und auf der Bühne – großen Spaß, die Luft brannte förmlich. Die Setliste kurzerhand um Highway To Hell ergänzt, dafür aber ohne die geplante Zugabe (jaja, das kommt davon, wenn man dem Gast ein 50-Euro-Flatrate-Saufen anbietet, da kann man um 4:00 Uhr früh nicht mehr unbedingt, damit rechnen, dass noch jemand lautstark weitere Songs einfordert; vielleicht hat auch nur niemand damit gerechnet, dass Olli tatsächlich mehr als zwei Sets durchhält ) ging dann ein heißkalter Gig ins neue Jahr zu Ende.
Frohes Neues Jahr!
Gero
Betriebsfest cronos Unternehmensberatung 11.12.2009
Alle Jahre wieder ist ja dann plötzlich am Ende des Jahres Weihnachten, und das ist ja nun auch dieses Jahr so. Wär ja auch komisch, wenn Weihnachten ausfallen würde, einfach so, und ausgerechnet dieses Jahr. Nach der fiesen Wirtschaftskrise. In der Regel schmeißen ja die meisten Firmen und Unternehmen für ihre treuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine rauschende Weihnachtsparty, es sei denn, die fiese Krise hat derart zugeschlagen, dass die Hälfte der Belegschaft entlassen werden muss.
Das ist unserem Gastgeber, der cronos Unternehmensberatung, dann offensichtlich nicht passiert. Im Gegenteil: Wenn ich richtig aufgepasst habe, hat der Chef in seiner Wilkommensrede das Jahr 2009 als bestes der gesamten Firmengeschichte bezeichnet. Da kann man dann schon mal eine fette Party feiern…
Ort des Geschehens am Freitag: Brökers Speicher in Münster-Coerde. Für alle, die die Location nicht kennen: Dort haben früher fleißige Menschen in einer riesigen Backhalle in monströsen Backöfen Brot für die in Münster stationierten englischen Soldaten gebacken. Die Backöfen gibt’s heute noch, der Rest der Halle ist geschmackvoll als Ort für Festivitäten jeglicher Art hergerichtet.
Beste Voraussetzungen also für eine gelungene Party. Vor unserem Auftritt natürlich das obligatorische ausgiebige Essen, und noch ein weiterer Act, ein Zauberer. Der war zwar wirklich gut, aber ich muss sagen: ich hab ihn erwischt! Jawohl, als er nämlich den kurz vorher vermeintlich verbrannten 20Euroschein wieder hervorzauberte, zuerst in Form eines 5ers, den er dann doch noch mal in einen 20er umzaubern musste, da war er zu langsam. Ha! Hab ich genau gesehen, wie der 5er in der Manteltasche verschwunden ist.
Dann ging’s für uns los, und im ersten Set der für Firmenpartys doch typische Effekt, dass sich alle anfangs etwas zurückhalten - gucken ja auch alle zu; und dann gleich in wilden Ausdruckstanz zu verfallen, ist ja vielleicht auch wirklich nicht so schlau, so vor allen Kollegen und Kolleginnen. Ebenfalls typisch: ab dem zweiten Set dann helle Begeisterung, und im dritten Set schiere Ekstase. Vor allem im letzten Set war sich die feiernde Belegschaft einig: es sollte dann doch die etwas härtere und lautere Gangart sein, und wildes Gespringe und Pogo vor der Bühne bei einer Firmenparty – Respekt! Jeder schöne Abend geht dann letztlich doch wieder viel zu schnell vorbei, aber keine Frage: Wir kommen gerne wieder, nächstes Jahr.
Toff
Tourtagebericht Kamen, 05.12.2009
Abfahrt Richtung Kamen um 18.00 Uhr…so war es geplant. Sollte sich aber verzögern, da Autobatterie leer. Schnell überbrückt, man ist ja ausgerüstet für solche Fälle, dann ging´s los.
Als wir im Café Camen in Kamen ankamen (der is geil, wa?) hatte der freundliche Tom schon ohne unsere Hilfe aufgebaut, wollte halt nicht auf uns warten…zum Glück war da noch ein eifriger Schlagwerker der die ein oder andere Kiste mit vom Laster schleppen wollte, oder musste.
In aller Ruhe den kurzen Soundcheck durchgeführt, da fortwährend Gäste ins Café Camen in Kamen kamen und auch schon da waren, die wollten bitte nicht gestört werden. Dann gegessen und auf Menschen, Tiere, Sensationen gewartet, die unserer recht kurzfristig angekündigten Livedarbietung die Ehre geben wollten. Die kamen aber nicht ins Café Camen nach…ich wiederhole mich. War das samstäglich durchgehend schlechte Wetter Schuld, dass nur wenige den Weg in diese doch sehr schöne und gepflegte Lokalität finden sollten? Oder lag es an der starken Konkurrenz an diesem Abend? Immerhin lief „Wetten, dass…?“ im ZDF. (Hat eigentlich diese scharfe Blondine wieder moderiert? Nein, ich mein nicht den Gottschalk, diese Ex von Eros „Kommodenlack“ Ramazotti. Antwortzuschriften bitte nur mit Bild!) Obwohl die Quote da ja auch unter aller Sau lag, konnte man der Presse entnehmen. Eins ist klar: die bei Gottschalk fehlenden Millionen waren leider nicht bei uns in Kamen. Vielleicht lief irgendwo Carmen? Oder Nebel?
Sehr gefreut hab ich mich über die selbstgebackenen Weihnachtsplätzchen unserer treusten Fans Gaby und Coni. Die waren echt der Hit! Um 02.30h hätte ich mir allerdings welche mit Currywurstgeschmack gewünscht, so passend zu den größeren Mengen Bier, die ich schon verputzt hatte. Vielleicht geht da ja was…?
Rückweg im Regen mit nur einem Scheibenwischer. Teilweise ganz ohne. Geht auch. Man muss nur schnell genug fahren.
Es grüßt, Excesserator