Tourtagebuch VFL Party  "Lila-Weisse Nacht"  Alando Osnabrück 21.11.2009

Wie muss sich eigentlich ein Münsteraner, noch dazu wenn er Preußen-Fan ist, fühlen, wenn er in die Höhle des Löwen eingeladen wird? Nicht mein Problem, denn Samstag Abend haben wir auf unserer Konzertreise 2009 Station im Alando gemacht, bei der Feier des geilsten Vereins der Welt - meinem VFL Osnabrück.
Da die Band ja bekanntermaßen aus zwei Städten (Münster und Osnabrück) kommt, die zwar einen gemeinsamen Flughafen unterhalten und den westfälischen geschlossen, jedoch hoffentlich niemals den Fußballfrieden schließen werden, nahmen die Frotzeleien innerhalb der Band schon Tage vorher ihren Lauf. Während wir Osnabrücker stolz auf unsere jüngsten Erfolge im DFB-Pokal sind, an dem die Fußballer aus dem Münsterland dieses Jahr nicht einmal die Teilnahme geschafft haben, freute sich die westfälische Seele über den Wettskandal, in den die Hasestadt im Moment verwickelt ist. Innerhalb der Band geht es dann zu wie bei Dortmund gegen Schalke - wohlgemerkt jeder Spruch mit einem nettgemeinten Augenzwinkern.

Dennis (Münsteraner) schreibt diese Saison die Setlisten (Reihenfolge der Stücke an einem Abend) und konnte sich einen kleinen Seitenhieb auf die Osnabrücker Musiker - auf Phil, Mirko und mich - nicht verkneifen und schrieb auf die Setliste etwas zum VFL, was hier nicht wiedergegeben werden muss. Ist ja auch in Ordnung, ich habe in Vergangenheit die Münsteraner Fraktion der Band auch schon des öfteren fußballmäßig geärgert J. Diese Setlisten sind ja auch Listen, die nur für uns Bandmitglieder bestimmt sind und der Rest diese nicht zu Gesicht bekommt...... normalerweise........

Dennis dachte nicht daran, dass an diesem Abend der komplette Kader des VFL die Bühne betrat, um mit uns das VFL-Vereinslied zu singen. Ich bin mir sicher, da hat sich der eine oder andere sicherlich für unsere Songauswahl an diesem Abend interessiert und auf unseren Setlist-Zettel geschielt. Auf jeden Fall war es der ganzen Band merklich peinlich und wir haben alle nach dem sprichwörtlichen Loch im Boden gesucht. Sollte jemand der Spieler etwas gelesen haben, möchten wir uns hiermit in aller Form dafür entschuldigen und ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich hierbei um eine herzlich gemeinte Fußballfanrivalität innerhalb der Band handelte.

So, nun zum fachlichen: Der VFL, in Zusammenarbeit mit Frederik Heedes Alando, hatte im Vorverkauf noch nie so viele Karten für die lila-weiße Nacht verkauft, wie in diesem Jahr. Dies liegt sicherlich nicht zuletzt an den eben schon genannten Pokalerfolgen. Das Alando war also rammelvoll und wie immer unglaublich schön dekoriert, wie man es vom Alando eigentlich ja schon erwarten muss. Schon von außen war der Partytempel beleuchtet wie der ´Strip´ in Las Vegas – genial!

Das erste Set ließ sich noch etwas behutsam an, trat in unsere ´Konkurrenz´ in diesem Moment doch die Fan-Ecke, in der die VFL-Spieler bereitwillig und geduldig Autogramme schrieben und der Grund war, warum es doch sehr viele Lücken auf der Tanzfläche gab. So brav das erste Set war, so ging in den folgenden zwei Sets unglaublich die Post ab. Ich habe kein Händepaar gesehen, was nicht oben war, selbst auf den Emporen. Das Publikum war eine einzige Ostkurven-Party-Wand. Tierisch!
Nach dem Auftritt durfte ich noch die Bekanntschaft von Tommy Reichenberger machen. Sehr nett, der Mann. Sehr nett anzuschauen war auch die Bedienung im VIP-Zelt. Ich dachte die ganze Zeit ´Mensch, von irgendwo kennst du die her´. Plötzlich fiel es mir ein: Als interessierter Betrachter der VOX-Sendung ´Auf und davon´ erkannte ich in ihr die Nicole Lange wieder, die für eine gewisse Zeit vom VOX-Team nach Südamerika begleitet wurde und jetzt in Osnabrück studiert.
So wurde der Abend immer später, der Morgen immer früher und Matze Wellbrock (Stadionsprecher des VFL), Phil und ich genehmigten uns noch einige Kaltgetränke unserer Wahl. Zu einer Zeit, in der im Sommer schon die Vögel eifrig zwitschern, verließen wir mit der Putz- und Schließkolonne das Alando. Aus erster Quelle habe ich erfahren, dass ein Bandmitglied, in nicht mehr so ganz nüchternem Zustand, an diesem Morgen noch ein Taxi zu McDonalds schickte, dass ihm zum Frühstück ein Maxi-Menü brachte. Ich habe es noch nie ausprobiert, aber ein Big Mac für 25 € muss einfach gut schmecken.

Cheers

Olli
 


Tourtagebuch DLRG Party Halle Münsterland 07.11.2009


Ihr dürft jetzt schwimmen

Den letzten Gig noch in den Knochen machte ich mich auf nach Münster
zum Soundcheck , der bis 19 Uhr abgeschlossen sein musste. Das kannten
wir ja schon aus der Vergangenheit von "Europas größter Kegelparty". Ja
der Kongress-Saal in der Halle Münsterland verlangt von unseren Technikern
einige Geduld, was Sounddesign angeht. Zu unserer ersten Verwunderung war der
komplette Saal bestuhlt und mit Tischen ausstaffiert. Sollten wir etwa vor bestuhltem
Publikum spielen? Das kennt man sonst ja nur von alternden Rockstars :-)
Ists schon soweit?
Nach dem Soundcheck ging es zum äußerst delikatem Buffet. Sehr selten habe ich unter
unserem aktuellem Management so wunderbar dinniert. Ja ist denn jetzt schon Weihnachten
lieber Manfred?
Gut gesättigt ging es in die Garderobe. Schließlich waren ja noch ca. 4 Stunden Zeit bis zum ersten
Set. Und 4 Stunden warten, das kann ich euch sagen, das bedeutet manchmal eine Ewigkeit.
Starlight Excess hat das Langeweile-Problem aber anders gelöst. So wird jedes Mal bei so einem Termin
die Garderobe zu einer Spielhölle verwandelt. Sozusagen eine LAN Party der ganz speziellen Form.
So wurden 5 Laptops miteinander vernetzt und es wurde "CALL OF DUTY" gespielt. Unser serbische
Heckenschütze Tom lag dabei mit Phillip Kopf an Kopf. Dirk Sandbaumhüter, Sohn des Veranstalters und
langjähriger Freund der Band kümmerte sich um das leibliche Wohl der Band und kündigte spontan an später
mit uns eine Nummer zu performen: "Freunde Bleiben" von Revolverheld.
Los ging es nach einigen Tanz und Jonglier-Einlagen mit dem ersten Set. Unsere Angst vor einem bestuhlten
Publikum zu spielen sollte sofort weichen. Es wurde getanzt und gesprungen. Ja die Gäste sassen sich sogar
nach unserem Kommando mit dem Allerwertesten auf den Saalboden und fingen an zu Rudern.
Olli machte in den 3 Sets ein paar Competitions mit den Gästen. Zuerst wurde bei Nenas "Leuchturm" die Menge
in Schwimmer und Nichtschwimmer (beim DLRG?) geteilt und geprüft wer lauter singen konnte. Natürlich waren es
die Schwimmer, da sie in Überzahl waren. Unser Sänger Olli mit dem natürlichen Rettungsring sang später mit Dirk
das Lied Freunde bleiben, worauf Dirk sich so lange mental vorbereitet hat. Dirk, das hast du wirklich toll gemacht
und denke immer daran:
"Nutze die Talente, die du hast. Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen."
In diesem Sinne. Es war eine super Party. Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte klickt auf:
http://www.youtube.com/watch?v=O_ocPUOYbyY

Viel Spass


LG

Mirko von Starlight
 




Tourtagebuch Promo-Gig Welver 06.11.2009

„Bäumchen wechsle Dich“
Nach langer Zeit habe ich mal wieder die Ehre das Tourtagebuch schreiben zu dürfen, zu einem Auftritt, mit Höhen und Tiefen. Erwähnenswert ist vorab schon einmal die Hinfahrt – Sascha und ich machten uns zusammen zeitig auf den eigentlich kurzen Weg nach Welver und bekamen kurz vorm Kamener Kreuz von unserem Stau-Experten Phil die Info, dass die A2 eine einzige Blechlawine sei, in die wir auf keinen Fall hineingelangen wollten. Kurzerhand entschlossen wir uns dann eine andere Route zu wählen, leider nicht mit dem gewünschten Effekt. Die Ausweichroute war ebenfalls dicht und hinzu kam, dass kurz vor unserem Ziel diverse Absperrungen dazu führten, dass wir ungewolltes Sight-Seeing-Deluxe in einem unserer Meinung nach für Münsteraner sehenswürdigen Ort hatten. Nachdem wir dann endlich am Veranstaltungsort angekommen waren staunten wir nicht schlecht, als eine relativ große Bühne mit viel Licht und riesiger Beschallungsanlage auf unseren Einsatz wartete. Außer uns waren bereits einige Gäste vor Ort, die sich auf die Fleischberge ebenso freuten wie wir. Zugegeben war es einzig für Toff eventuell nicht die Erfüllung aber der Rest der Truppe platzte fast aus allen Nähten nach dem super hergerichteten Mahl.
Da es langsam an der Zeit war zu starten begaben wir uns auf die Bühne und schmetterten unser erstes Set in die Runde. Leider waren wohl auch einige Gäste vom Essen noch geschwächt, sodass zwar zugehört aber nicht abgefeiert wurde. Sowas kommt halt ab und zu vor, beeindruckt die Band in der Regel aber nicht, sondern spornt mehr dazu an, im zweiten Set erst recht so richtig abzurocken.
In der Pause gesellte sich der Gastgeber zu uns und bat dann um seichte Töne und Musik zum schwofen. Nicht ganz unser Gesicht, aber wir versuchten dieser Bitte nachzukommen – wenn auch nicht mit dem gewünschten Erfolg. Irgendwie merkt man uns doch an, dass wir Herzblutrocker sind und lieber feiern als gediegen im Hintergrund zu spielen. So schwappte der Funke im zweiten Set nicht so rüber wie wir das gewohnt waren. Nach kurzer Manöver-Kritik haben wir dann wieder Kurs auf unser gewohntes Programm genommen und erlebten so doch noch einen gewaltigen Abend an dem wie gewohnt abgefeiert wurde.
Was haben wir gelernt? 1. Wir können uns nicht verbiegen – 2. Es macht überhaupt keinen Sinn sich zu verbiegen – 3. Wir werden uns nicht mehr verbiegen.
Wir freuen uns auf jeden Fall auf die Zukunft und eine Zusammenarbeit mit Dieter, der sicherlich inzwischen auch unserer Meinung ist und sagen bis bald!
Dennis