HBZ Münster am 13. 10. 2007
Oh Mann. Das könnte der Termin, der 1000 Überschriften werden. Dieser Tag, war so wandlungsfähig wie ein Chamäleon. Hier mal einige Titel zur Auswahl. "Der Harald Juhnke Gedächtnistag", oder aber "Wie sich eine Stewardess in eine Ordnungsbeamte verwandelte und für Ruhe und Ordnung sorgt".
Hier gab es wirklich viele Kleinigkeiten, die diesen Termin unvergessen machen.
Aber beginnen wir mit der Ankunft. Ein Riesenzelt in der Nähe der HBZ, ein Heizungsrohr was inaktiv war und jede menge Menschen aus der gesamten BRD.
Als wir mit dem ersten Set begannen, standen die Leute (die sich augenscheinlich) untereinander nicht kannten, noch in respektvoller Entfernung zur Bühne. Einzig das Mitsingen der Menschen ließ uns erahnen, dass da noch eine gute Party abgehen wird. Wie ich es schon vermutet hatte, war ab dem zweiten Set die Fete bestens im Gange. Es wurde gerockt was das Zeug hielt und unsere Boxentürme waren mächtig am Schwingen. Im Laufe des Abends floss dann reichlich Alkohol und das wurde spätestens sichtbar, als die ersten Damen mit auf die Bühne kamen und diverse Ausdruckstänze präsentierten.
Ein wenig nervig, waren die Leute, die mit ihren Handys die ganze Zeit Filmchen machten. Da bin ich mal sehr gespannt, welche Resultate ich da auf Youtube zu sehen bekomme. Das hat sich wirklich zu einer Unsitte gemausert!!!
Auf jeden Fall kam das Konzert so gut an, dass wir da noch eine Verläerung drangehängt haben. Es wurde schweisstreibend gerockt.
Mein persönlicher Höhepunkt kam dann bei der letzen Nummer. (Das ist das Lied, wo ich schon nicht mehr dabei bin)
Ich habe mich dann an einen einsamen Tisch verzogen, ein Bier getrunken und eine Zigarette gedreht.
Auf einmal kam dann eine junge Dame auf mich zu und sprach mich an. ( Im ersten Augenblick dachte ich..... "Bingo der Abend ist gelaufen") Damit ihr Euch eine Vorstellung machen könnt, wie die Dame aussah, möchte ich sie aus meinem eigenen,subjektiven Wahrnehmungsfeld beschreiben. Ihre Uniform hatte was von einer LTU Auszubildenden, die gerade dabei war,von der Flughafenbonbonverkäuferin zur Kaffeebedienungsgehilfin aufzusteigen. (Also easy going....... dachte ich) .... dachte ich aber nur......
Es stellte sich dann heraus, dass sie zum Sicherheitsteam der Veranstaltung gehörte und mir unterstellte, dass ich mir illegale Drogen in meine Zigarette gedreht hatte. In der ersten Sekunde, war ich dann ein wenig perplex. Meine Verwunderung steigerte sich allerdings immer mehr, als sie folgenden Satz aussprach. "Lassen sie mich mal riechen". Würde ich das nicht machen, hätte ich mit Ihr zusammen das Zelt verlassen müssen. Zu dem Zeitpunkt,war ich dann schon etwas genervt und sagte ihr. "Junge Frau...... Du wirst weder bei mir an irgendwas riechen, noch verlassen wir beide das Zelt. Das Ganze drohte dann auszuarten und zum Glück kam dann ihr Vorgesetzter (Vermutlich "Victor" der Chefstewart) und besäftigte die aufgebrachte Sicherheitsdame.
So langsam, war mein Bedarf an Abenteuern dann auch gedeckt.
Wir haben jedenfalls reichlich Karten an dem Abend rausgegeben und würden uns freuen wenn da diverse Buchungen kommen.
Alles in Allem ein astreines Fest, eine rauschende Ballnacht und ein wunderbares Ambiente.
Hat sehr viel Spass gemacht.
Bis zum nächsten Mal
Ekki
Nachtrag Tourbericht Suttrop 02. 10. 2007
Gegen 20 Uhr kamen wir dann In Suttrop an. Einige von uns waren natürlich eher da, da sie noch diverse Dinge checken mussten. Die Schützenhalle, wirkte im ersten Augenblick kleiner, als sie tatsächlich war doch das täuschte definitiv.
Erstmal ging es ab, in die benachbarte Kneipe zum essen. Hier einen Kaffee, da ein Bierchen und schon standen wir wieder in der Schützenhalle mit dem Namen "Hubertushof". Es hatte sich dann auch schon gut gefüllt und wir starteten (wie sollte es auch anders sein???....) mit "Elton John". Begeistertes, sauerländer Publikum, bedeutet nicht unbedingt standing ovation. Man stand hinter der und neben der Tanzfläche und beäugte misstrauisch die Herren von "Starlight Excess". Das wir augenscheinlich bei den Leuten gut ankamen, zeigte die Tatsache, dass man uns nicht den Rücken zukehrte.
Ab dem zweiten Set, waren wir dann auch mit den Suttropern warm und es ging eine sehr geile Party ab.
Unser Backstageraum allerdings, spottete jeder Beschreibung. Nebeneinander fanden da drei Leute Platz..... gestapelt eventuell die ganze Band. Somit haben wir die Setpausen dann unter Sauerländern bei Höchstbeschallung verbracht.
Ich hatte auf jeden Fall um 6 Uhr in der Früh noch ein flottes Klingeln auf den Ohren.
Irgendwann fuhren Sascha, Toff und ich wieder in die Richtung Heimat. Da Sascha definitiv keine Lust mehr hatte, sich landschaftlich irgendetwas einzuprägen, ging das dann auch mit Vollgas nach Münster.
Noch kurz ein Auge bei Gassi reingeworfen, bis auch ich dann gegen 7 Uhr im Bett lag.
Last but not least. Im Sauerland zu spielen macht schon Spaß. Könnte ruhig öfter der Fall sein.
Bis dahin
grüßt
der
Ekki
PS. Eigentlich wäre das Motto "Ball der Ölbarone" auch mal was für Münster. Mal sehen, ob ich einen begeisterten Veranstalter dafür finde..
Rock in Kentrup 06. 10. 2007
Da Ekki (was auch immer er mit der Band zu tun hat) beim Münsterlandgiro (Radrennen) vor das Rad von R. Scharping - man behauptet alkoholisiert (Hörensagen) - gestolpert ist, dabei zwar nichts passiert ist, er dafür aber gestern auf dem Rad bei der Flucht vor sich selbst (Spekulation) schwer gestürzt ist und sich dabei einen multiple was auch immer am Knie zugezogen hat, haben wir zum ersten Mal die Ehre, die Pflicht sowie die Verantwortung, die Ereignisse des heutigen Tages zu reflektieren, zu analysieren, aber auch kritisch zu hinterfragen (Wortmeldungen später).
Als heute um 12.30 Uhr in unserem Roadcrew-Headquarter das Telefon klingelte (Anm. der Redaktion: ...wir war’n im Keller. Vielleicht nur verwählt – doch wir sind schneller!) und wir die Nummer von Ekki in unserem Display sahen, überlegten wir kollektiv, kurz, doch nicht schneller zu sein. Tom nahm ab. Ekki berichtete von seinem Missgeschick. Tom sagte: hmm und legte auf. Man sprang ins Auto, schaltete das Blaulicht ein und raste ins Ev. Krankenhaus, was ihm auf jeden Fall empfohlen wurde. Vor dem Krankenhaus stand ein Häufchen Elend, ausgestattet mit Gehilfen und jeder Menge Restalkohol, was vielleicht auch Schmerzmittel sein sollten. Wenn dem so ist, möchten wir davon die doppelte Menge täglich. Wir fragten, ob er Ekki sei. Er sagte ja. Wir tauschten relevante Informationen und verschwanden mit der höllischen Geschwindigkeit, mit der wir gekommen waren. Noch Stunden nach dieser Begegnung der dritten Art fragten wir uns, ob es wirklich Ekki war.
Wir sattelten auf den Tour-Truck um, drehten eine Extrarunde um Ostbevern, weil Tom sein Eigenblut vergessen hatte, ohne das er nicht in der Lage ist, die Strapazen eines Gigs auf dem Lande zu überleben. Alsdann ging es auf den Weg ins beschauliche Westmünsterland auf der Suche nach dem Ort Kentrup, der auf keiner noch so detaillierten Karte zu finden ist. Nach dem Passieren eines grünen Ortsschildes (Bauernschaft), dessen Aufschrift sich keiner der Befragten merken konnte, wurde uns schlagartig klar: „wir hätten darein gemusst, wo wir nicht reingedurft hätten“. Also fix gewendet, Verkehrsregeln missachtet, und da waren wir: mitten in der Zeltlandschaft von Kentrup. Eine einzige 10.000 qm große Party- Kulisse, die die Erbauer von Las Vegas vor Neid hätte erblassen lassen. Also zusammengefasst: bei Ankunft war die Stimmung gut, nur die Verkehrsordnung war unklar definiert. Man weiß es nicht. Der Aufbau verlief wie im Bilderbuch. Viele tausend Helfer, die dafür sorgten, dass wir bei voller Bezahlung weniger leisten mussten. Die Zeit verflog in Windeseile. Es war acht Uhr, als Sascha eintraf und wir uns direkt mit ihm unserer Lieblingsbeschäftigung widmeten: dem Essen. Einer der Veranstalter gewährte uns mit einem Schlüsselband grenzenlosen Kredit an der hiesigen Grillbude „Hidding“ (dieser Name muss erwähnt werden, wie sich gleich erklären wird). Welch Gottvertrauen. Die Hasenohren als Erkennungszeichen lehnten wir ab, obwohl Sascha uns damit im weiteren Verlauf den einen oder anderen Euro eingebracht hätte (Mutmaßung). Also auf zum Imbisswagen und wir trauten unseren Augen nicht. Drei Damen vom Grill, die uns mit Gaumengenüssen in Form von unterschiedlichsten Fleisch-Spezialitäten den Abend versüßten. Um 22.00 Uhr ab auf die Bühne und was uns da erwartete, ist mit Worten nicht zu beschreiben. Tausende feierwütige Menschen, die von der ersten Minute an tanzten und sangen. Also mit zwei Worten: Kentrup rockt.
Kentrup, wir haben uns verliebt.
Unser größter Respekt gilt den Veranstaltern, die hier in sieben Jahren eine feste Institution geschaffen haben, die ihresgleichen suchen.
Auf dem Höhepunkt von White Rabbit schmiss dann doch jemand den Kassettenrekorder in die Badewanne. Mit anderen Worten: es betrat ein vollkommen großartiger Idiot die Bühne. Er kniete sich vor die Monitore, um Luftgitarre zu spielen und missachtete alle Sicherheitshinweise, die da lauten: Mordskrach. Offensichtlich hat er sich hierbei nicht nur die Gehörgänge zerstört, sondern auch Teile vom Hirn. Denn dieser Mensch entschied sich nun zum spontanen Stagediven. Gesagt, getan, und er sprang in die Menge, die ihn freudig auffing. Nun galt es die Situation zu toppen. Er bestieg erneut die Bühne, nahm Anlauf und hechtete rückwärts in die Menge, die ehrfürchtig Platz machte. Das Ende des Recalls: vollkommene Taubheit und mindestens ein Loch im Kopf.
Um vier Uhr ging ein denkwürdiger Tag zuende. Die Schnitzel waren dick und die Leute einfach gut drauf. Auf unserer dreijährigen Irrfahrt zurück in das Hauptquartier quälte uns nur ein Gedanke, war das heute Mittag wirklich Ekki, mit dem wir sprachen, kann man Dosenpfand von der Steuer absetzen und benutzen die Hersteller von Minisalamis vom Staat beschlagnahmtes Gammelfleisch, um den Dauerniedrigpreis halten zu können.
In diesem Sinne
die Roadcrew