Meller Herbstfest 27. September 2008

Wer ist eigentlich der Veranstalter

Samstags morgens um ca. 13.30 Uhr. Mein Wecker klingelt. Für mich ein Grund mehr zu überlegen was heute wohl für ein Wochentag ist und was habe ich gestern gemacht.
Nach langer Überlegung hat ich es….Heute ist Samstag… Hauptarbeitstag für mich.
Erstmal die Crew anrufen um zu erfahren was heute überhaupt los ist. Als ich Alex am Telefon hatte begrüßte er mich mit en Worten… WIR SIND IN 10 MINUTEN BEI DIR.
Für mich ein Zeichen dass ich zu spät dran war. Also schnell aus dem Bett. Ein kurzen Besuch im Badezimmer und schon stand ich im Starlight Excess Hauptquartier.
Schnell noch die Pferde gesattelt und dann ging es auch schon los. Tom erzählte mir dass wir nach Melle zum Herbstfest müssen. OK. Den Weg kenne ich doch. Nach 1,5 Stunden Fahrt durch den Teuto waren wir auch endlich um 15.30 Uhr angekommen.
Wir mussten mit dem Aufbau noch bis 16 Uhr warten, da auf der Bühne noch Programm war. Also den LKW in der Straße zur Bühne geparkt. Schon kam eine Frau auf mich zu die mich fragte was ich den da wohl machen würde. Ich dachte im ersten Moment es sei die Veranstalterin. Dem war nicht so. Sie konnte es einfach nur nicht verstehen dass wir mit dem LKW in die Verkehrsberuhigte Zone mussten. Na ja. Wir sind erstmal einen leckeren Döner essen gegangen.
Punkt 16 Uhr waren wir an der Bühne zum aufbauen. Während wir aufbauten fragte ich mich immer wieder ob es wohl die richtige Bühne sei, da sich noch immer kein Veranstalter sich blicken lassen hat. Vor der Bühne war schon richtig gute Stimmung. Eine Truppe die sich am Bierwagen aufhielt und schon gut dabei waren feuerten uns immer wieder an. Eigentlich wussten die auch alles besser.
Ab 20 Uhr trudelten auch die Mucker ein. Ich kümmerte mich am Bierwagen um Getränke und fragte ganz Melle ob jemand den Veranstalter gesehen hat. Aber keiner konnte mir weiterhelfen. Egal. Es geht auch ohne.
Um 21 Uhr dann Anpfiff zur ersten Runde. Es war bitter kalt aber erstaunlicherweise war der Platz gut gefüllt. Ab dem zweiten Set konnte man die Menschenmassen auch nicht mehr aufhalten. Entweder musste man sich warm trinken oder eben warm tanzen. Um 1.30 Uhr war dann auch Schluss. Schnell abgebaut und wieder Richtung Hauptquartier. Am Montag geht’s ja schon wieder weiter. Dann müssen wir nach Büren zum Oktoberfest.

Es ging wirklich gut ab. Und es hat Spass gemacht in Melle, auch wenn wir die VA nicht kennen gelernt haben. Danke für die nette Party und vielleicht bis nächsten Mal.

David


Promikellnern Münster 21. September 2008

Frau Klimke beim Vielseitigkeitskellnern gedopt?  Wir Backliner sind es!!!

Tja, würden wir uns eine Figur aus der nächsten Generation des Raumschiffes Enterprise aussuchen dürfen, so wäre es der Reisende. Manchmal kraftlos und immer unterwegs zwischen Raum und Zeit.
Als wir Asperden im Morgengrauen des 21. 09. 2008 verließen, überlegten wir, wie wir die gefühlten 18 Lichtjahre Fahrt überstehen könnten. Das ist ziemlich einfach. Man trinkt 20 Hektoliter Red Bull (anmerk. Eine Flüssigkeit angereichert mit Stierpisse) und 20 Hektoliter MR.Brown (anmerk. Eiskaffee) innerhalb von 5 Minuten. Dazu gibt es ´ne lauwarme Bulette. Der Erfolg, man schläft sofort und verliert das Erinnerungsvermögen. So geschah es auch uns und zwischendurch wachte ich als Fahrer auf, korrigierte den Kurs des LKW und schnorchelte schön weiter.  Der Nachteil sei hier auch erwähnt, irgendwann wacht man irgendwo auf und hat irgendwie einen Riesendruck auf der Blase. In unserem Fall war es ein Wald mitten im Nirgendwo (Autopilot hatte versagt) um unsere Notdurft monsunartig zu verrichten. Altobelli, wer trinkt auch 40 Hektoliter in 5 Minuten?
Tja, jetzt hatten wir ein Problem. Orientierung verloren und wo ist Knut, wenn man einen Bären braucht um im Wald nach dem Weg zu fragen. Also einfach losgefahren, Paul in den Ausguck gesetzt und den Rauchzeichen aus unserem Hauptquartier im Brock gefolgt. Hier haben wir dann mit letzer Kraft das Getöse unserer Herren Musiker umgepackt. Als ich dann nach einer halben Stunde und einer logistischen Höchstleistung festgestellt hatte, dass ich Backliner Alex auf der Ladefläche verbaut hatte verzichtete ich auf eine großangelegte Befreiungsaktion und ab ging es nach Münster zum Promikellnern.
Das Promikellnern ist so ´ne Geschichte, wo viele Prominente aus Münster (woher stammt eigentlich Hr. Lansink) jede Menge Getränke durch die Gegend schleppen und der Erlös der Krebsberatungsstelle zu Gute kommt. Aus meiner Sicht eine immer unterstützenswerte Sache. Eins sei hier aber angemerkt. Da ich im Nachhinein erfahren habe, das 9000,- €uro  zusammen gekommen sind, stelle ich fest, dass jeder Gast in seiner Art und Weise ein Promi ist.
Wie auch in den vergangenen Jahren freuten wir uns auch dieses Jahr  wieder am musikalischen Rahmenprogramm teilnehmen zu können und sorgten dafür, dass die Crowed gerockt wird oder die Crowed uns rockt, wie immer war es eine Symbiose aus allem. Leicht gemacht wurde uns die ganze Aktion durch die fabelhafte Unterstützung unserer Supporting-Acts -No Way Out und die Erfindung- (Hut ab. Ihr werdet von mal zu mal besser!!!).
Gegen 21.00 war dann alles vorbei und die Premiere des neuen Wilsberg konnte beginnen.
Was Frau Klimke, unsere großartige Olympiagoldmedaliengewinnerin aus Münster, betrifft, sei angemerkt, dass sie im Vorfeld angekündigt hatte, bis in die Nacht zu kellnern. Hier kommt natürlich der Verdacht auf, dass das nicht mit legalen Mitteln möglich ist. Aber nach der Auskunft der Nada (Nationale Anti Doping Agentur) waren bei ihr A- sowie B-Probe negativ.
Keep on rockin´
Backliner van Helsing
PS. Respekt an Raphael Pulina der kurzfristig unseren beurlaubten Drummer Phil oder sagt man im Urlaub befindlichen Phil sauber vertreten hat und das im Sinne der guten Sache Gagenfrei.

 

Rietberg FR. 12.09.2008

ein Fest der Überraschungen (Smile und Starlight Excess ohne Kollisionen)

Wie so oft sind Toff und ich zusammen im Auto gefahren, diesmal in das beschauliche Städtchen Rietberg um mit den Kollegen der Band ,,Smile" zusammen ordentlich abzurocken. Geplant waren 3 Sets je im Wechsel was kurzerhand auf 2 längere Sets umgeworfen wurde, da beide Bands sehr flexibel sind ist so etwas natürlich überhaupt kein Problem.
Beim Eintreffen der Kollegen wurde direkt mit einem Radler angestoßen um sich auf den Gig einzuschwingen. Während des Aufbauens durfte ich (durch einen freundlichen Parkplatzwächter darauf hingewiesen) auf einem größeren Ascheplatz in der Nähe (ca. 100 Meter)  der Bühne parken. Dies dauerte ca. 45 Minuten und wie das anscheinend in Rietberg so üblich ist klebte dann auch ein kopiertes Blättchen an meiner Windschutzscheibe mit dem Hinweis dass ich eine Rechnung durch die Stadt erhalten werde kurz: Knöllchen 45 €.
Einmal ordentlich aufgeregt, langsam wieder abgeregt ging es dann ans Werk. Nach dem Soundcheck spielten wir zuerst und versuchten die Gäste auf Touren zu bringen, was auch schon recht schnell funktionierte. Die Jungs und Mädels von Smile knüpften an unser Set umgehend an und schmetterten ebenfalls einen Hit nach dem anderen um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Ich möchte noch anmerken: keine Überschneidungen im Programm - herrlich, das war früher noch anders!
Im finalen Set ging es bei beiden Bands noch einmal richtig zur Sache und nachdem der letzte Akkord ausgeklungen war haben wir uns auf die Suche nach Olli's Auto gemacht. Olli mit Jogi (der hat an dem Abend herrlich die tiefen Frequenzen bassiert) im Auto vorweg, Toff und ich hinterher... eine unglaubliche Ortsführung, die man sicherlich nicht bei ,,Stadtführungen in Münster“ buchen kann.
Letztendlich haben wir Olli's ,,Karre" dann auch gefunden, auf einem nebeligen Feld weit weit weg vom Veranstaltungsort - irgendwie hatte das Ähnlichkeit mit einem Friedhof in Steven King Filmen...
Inzwischen waren wir alle hungrig uns haben umgehend den nächsten Tempel mit den beiden Buchstaben angesteuert. Dort hat Olli noch kurz der Bedienung Nachhilfe in Semantik gegeben (hier essen ? - nein! hiertrinken !!) und dann ging es auch ab nach Münster, schön laut Pink Floyd aufgedreht und Bierchen gezischt. Nach drei Stunden schlafen war die Nacht dann auch vorbei und mein Umzug musste starten. Vielen Dank an alle die noch mit angepackt haben... Was sich dort abgespielt hat könnt Ihr hier leider nicht mehr erfahren, da mein Buchstabenkontingent nun aufgeraucht ist.
Bis demnächst,
Dennis



Asperden Kirmes (Zeltparty) Sa. 20.09.2008

Warp Neunkommaneun, Sir?
Raumschiff Starlight Excess, Sternzeit 09202008. Wir befinden uns im Orbit des Planeten Asperden , unsere Mission ist die Eroberung der alljährlich stattfindenden Party der Einheimischen. Freundlicherweise wurde unserem Kommunikationsoffizier Olli bereits recht früh am Abend mitgeteilt, dass man „Asperden“ nicht etwa einfach wie „Asperden“ ausspricht – weit gefehlt! Neinneinnein, es heißt „Asperden“! Und zwar mit der Betonung auf der ersten Silbe, und außerdem so, als gäbe es vorne zweimal das S. Und den hinteren Teil schnell aussprechen, und das mittlere E eben nicht betonen. Versuchts mal!
Normalerweise ist ein solcher sprachlicher Fauxpas beim Erstkontakt immer schwierig (Commander Mirko hatte die Menschen in Salzkotten ja mehrfach mit „Hallo Lippstadt“ angebellt – was haben wir gelacht, die Leute selbst allerdings nicht…), an jenem denkwürdigen Abend in Asperden war so was aber völlig irrelevant:
Hat man ja sonst bei Auftritten gelegentlich den Eindruck, vor der Bühne befände sich anfangs ein Kraftfeld der Ebene 8, welches das Publikum daran hindert, sich vor der Bühne aufzuhalten, so konnten wir die Leute bei dieser Party kaum daran hindern, von Anfang an relativ hemmungslos auszurasten. Sowas spiegelt sich natürlich sofort an und auf die Band zurück, so dass eigentlich von Anfang an Band und Publikum sich hart an der Grenze der spezifizierten Parameter bewegten, und man sich doch verwundert fragen durfte, ob die Hüllenintegrität des Zeltes der Belastung standhalten würde. Was für ein Fest! Auch für mich als Chief Engineer hieß das von Anfang an oben zitierte Warp 9,9 - im Gegensatz zur schwierigen Akustik beim vorherigen Gig übersetzte sich das diesmal in ein nettes „Wohlfühlbrett“.
Spätestens ab dem zweiten Set kam es direkt vor der Bühne zu recht ungewöhnlichen Vorfällen: Ein Individuum einer vorher unbekannten Spezies in recht auffälliger gelber Oberbekleidung muss das Personal auf der Bühne derart irritiert haben, dass kurzzeitig jegliche Spielkultur sowie die Einhaltung der obersten Direktive („Nichteinmischung und Professionalität“) ausgesetzt waren, und die Band in ungläubigem Staunen (oder sollte man „Starren“ sagen?) verharrte. Aber so ist das in unserer Branche, solchen Widrigkeiten gilt es zu widerstehen. Auch vom Mischpultplatz sah es übrigens recht ungewöhnlich aus, jemanden eine Minute im Handstand direkt auf der Bühnenvorderkante „rumhängen“ zu sehen. Scheinbar sind auf dem Planeten Asperden einige Individuen in der Lage, für sich persönlich die Schwerkraft umzukehren.
Auf dem Rückweg hat dann Steuermann Dennis den Antriebskern des Münster-Shuttles nah an die zulässige Betriebsgrenze gefahren, so dass wir relativ schnell wieder auf unserem Heimatplaneten ankamen. Asperden ist nämlich ganz schön weit weg! Besonders heftig ist das natürlich für unsere technische Crew (eine Belobigungsnadel für besondere Verdienste ist in Arbeit, meine Herren), die das Morgenlicht des Heimatplaneten wohl erst am – eben – Morgen erblickt haben dürfte, um dann sofort die Backline umzuladen für die nächste Mission: Das Promikellnern in Münster. Aber das erzählt euch jetzt besser ein Mitarbeiter aus dem Maschinenraum persönlich.

Sie haben die Brücke, Commander Tom!

Grüße vom Toff



Salzkotten (Afterwork Party)  Fr. 19.09.2008

Für Sie Herr Starlight Excess heute nur ein Essen…

Salzkotten: Ein Auftritt mit Vorgeschichte. Am selben Ort wie gestern, haben wir vor ein paar Jahren schon einmal gespielt. Und zwar am Nikolaus Tag bei Temperaturen von gefühlten
-40°. Hier jetzt alle weiteren Ereignisse aufzuführen wäre wahrscheinlich etwas zu viel des Guten. Nur so viel sei gesagt: Es war in vielerlei Hinsicht denkwürdig.

Aus der Vergangenheit wussten wir ebenfalls, dass mit der Akustik in der „Sälzerhalle zu Salzkotten“ nicht zu Spaßen ist. Aber auch das haben wir bzw. Toff denke ich ganz gut in den Griff bekommen und so konnte es so gegen kurz vor 21.00h losgehen. Das erste Set lief diesmal sehr schleppend an, wie coni (Ihres Zeichens Starlight Excess-Auftritts-Veteran) in unserem Gästebuch auch trefflich angemerkt hat. Ab dem zweiten Set war es dann aber recht voll vor der Bühne und es wurde auch ordentlich getanzt und gesungen. Das dritte Set war geprägt von Durst und Trockenheit. Die Luft in der Sälzerhalle war sehr warm und sehr sehr trocken. So weit so gut. Wenn man aber nie gelernt hat sich vier Wertmarken über die Länge eines Auftritts ordentlich einzuteilen, steht man am Ende natürlich doof –ähhhh trocken da. Tja, dann darf man sich halt nicht vor dem Auftritt schon zulaufen lassen! tss tss tss…
Der Stimmung beim Publikum hat dieses kleine Problem aber keinen Abbruch getan, und so spielten wir bis ca. 1.30h um die Bühne dann für den Rest des Abends an den DJ STE (weiß eigentlich irgendwer wie der wirklich heißt?) abzugeben.

Nach getaner Arbeit hieß das Motto dann: So schnell wie möglich abbauen, und ab Richtung Heimat. Zack Zack. Und zwar weil es heute wohl wieder ein recht langer Abend in Asperden-Goch werden wird.

Wir sagen: Bis zum nächsten Mal in Salzkotten! Asperden wir kommen!

Mit freundlichem Groove…

phil…
 

Aasee-Terrassenfest Münster SA. 13.09.2008

War er nun da unser Gero oder nicht ???
Wie es die Location schon vermuten lässt befand sich die Bühne mitten auf
dem Wasser. Ein kleiner Steg war die Verbindung zwischen Ufer und Bühne.
Alles war bereit für ein tolles Konzert. Es gab nur einige Auflagen, da sich in unmittelbarer
Nähe die Behausungen wichtiger Münsteraner CDU Politiker mit Aaseeblick befanden.
Regel 1: keine Pendlerpauschale zwischen Toilette und Bühne.
Regel 2: eine Lautstärke, die den Richtwert des klatschenden Publikums nicht übersteigt
Regel 3: keine politischen Witze oder Fäkalsprache.
Bei Regel 3 sind uns 2 Ausnahmen gestattet worden: „König von Deutschland“ darf nicht
als politische Münsteraner Monarchiebewegung angesehen werden und bei „Sch… auf
Freunde bleiben“ wurde Sch… durch ein dezentes „Nichts“ ersetzt.
Das müsste sie dann eigentlich sein die Eintrittskarte zum CDU Parteitag. Auf unsere Anfrage
nach einer Kiste Bier für die Band antwortete der Veranstalter: „ Der Ekki sagte uns beim Vorgespräch zu dem Auftritt, die Band würde 1 Stunde vor dem Auftritt, sowie während des
Auftritts, als auch 1 Stunde nach dem Auftritt lediglich Wasser trinken.“
DANKE EKKI, äääh WASSERKOPF!!!
Doch der Veranstalter erwies sich als grosszügig und spendierte uns eine Kiste Bier, von der
er sich dann in Bruderschaftsmanier auch gerne 1 oder 2 genehmigte.
Die Stimmung war direkt schon im 1. Set da. Es wurde geklascht und gesungen. Das Publikum war fabelhaft. Unser „Vulkan der Romantik“- Gitarrist Dennis war am gleichen Tag
noch innerhalb Münsters umgezogen. Ich bin mir sicher: Wäre er Sonntag umgezogen, wäre es eine Sache von 10min gewesen, da das gesamte Publikum bestimmt zum Helfen angerückt wäre.
Ein Lied witmeten wir sogar unserer „Gästebuch-Alexis (Denver-Clan)“ GERO.
Er meint ja Starlight Excess könne sich jetzt mal endlich in den Ruhestand begeben und
Platz für jüngere Bands machen. Weit gefehlt. Wir haben mehr Spass denn je. Selbst der
Veranstalter kam nach dem Auftritt und sagte abschliessend: „Ich kenne euch jetzt viele Jahre, habe euch oft gesehen, aber so frisch und präsent wie heute hab ich euch selten erlebt.“
Danach habe ich mir gedacht: Das sollte er mal Gero erzählen.
Und jetzt mal ehrlich: Jetzt ist Montag und die Arbeit fängt wieder an. Sind wir da nicht Alle ein bisschen Gero ??? :-)  In diesem Sinne. Macht es gut.
Lieber Gero, auch Dir eine schöne Woche. Schaut mal wieder ins Gerobuch, äääh Gästebuch.

Lieben Gruss

Mirko von Starlight (Keyboarder)
 


Palmaparty in der Pottblume-OS Sa. 06.09.2008


„Palma Party“ stand auf dem Ausdruck mit der Überschrift Tourrider 06.09.2008, den ich am Samstagvormittag in meinen Händen hielt. Weiterhin stand dort irgendetwas von Pottblumen…
Bereits drei Stunden später fand sich die Backline-Crew auf einem 2x3 Meter großen Balkon wieder. Eine junge Dame zeigte stolz auf ihr rankendes Grün, als Tom seine Telefon zückte und David anrief. „Hier können wir nicht aufbauen – viel zu klein!“
Man kennt das: Man wacht Sonntagmorgens gegen acht völlig erschrocken und desorientiert in der Fahrerkabine eines LKW auf. Irgendwas ist feucht. Alles klar. Es ist der Nescafe den man sich während einer kurzen Phase des Sekundenschlafes über die Hose gekippt hat. Man denkt: „Mist!“ und gleichzeitig „Was zum Teufel mache ich hier?“ und „Wo kommen wir überhaupt her?“ Die Erinnerung ist Lückenhaft…
Ich erinnere mich an Palmen, die wir erklimmen mussten um unser Multicore (Anm. der Redaktion: sehr schweres, langes, dreckiges und schweres Kabel, dass vor allem schwer ist und dessen Funktion der Backline-Crew bis heute ein Rätsel ist) an die Decke zu hängen. Der Laden hieß „Pottblume“ und war eigentlich so was wie eine Gärtnerei. Irgendjemand hatte die Blumen und Pflanzen entfernt und durch Bier- und Cocktailtheken ersetzt. Quasi eine Gärtnerei mit Diskobetrieb (keine schlechte Idee, denn ich kenne Leute, die fahren zum Mittagessen in ein Möbelhaus).

Der gemeine Osnabrücker hatte offensichtlich erkannt, dass in einer Gärtnerei noch niemand (zumindest keine Pflanzen) verdurstet ist und nahm das Angebot an. Die Halle füllte schnell und die Stimmung war ausgelassen. DJ Matze fand sofort die richtige Musik für diesen Anlass und heizte den Leuten richtig ein. Eine Showtechnik-Firma hatte extra für ihn einen Ground Support (Erklärung: Gestell, an dem Lampen hängen und das nicht mal eben in einer Stunde abgebaut ist) bereitgestellt um dem Gartenhausfreunden auch etwas fürs Auge zu bieten. Im Großen und Ganzen war es eine Feier die ihres Gleichen sucht. Das Einzige, dass ich im nachhinein vermisst habe, waren die typischen Mallorca-Eimer (oder zumindest Blumenkübel) mit den langen Strohhalmen. Aber ich denke auch, dass ich evtl. der Einzige bin dem es so geht.
Ach ja, eine Band hat auch gespielt. Die waren wie immer ganz gut, denke ich. Es hat sich zumindest niemand beschwert. Oder doch: Auf dem Höhepunkt des Liedes eines relativ unbekannten Osnabrücker Fußballvereins, riss jemand, der (Mutmaßung:) die Pflanzen gefunden hatte, die man rauchen kann, den Gitarrenverstärker des Gitaristen von der Bühne. DJ Matze reagierte souverän und sorgte sofort für ein lückenloses Partyprogramm und so konnte die gut gelaunte Meute (bis um 5 Uhr der Stecker gezogen wurde) weiter feiern.
Abschießend bleibt zu sagen, dass Kaffeeflecken auch bei 30 Grad raus gehen, es immer gut ist einen Pick Up! von Leibnitz dabei zu haben und ein bisschen Schnee auf der Stoßstange noch lange keinen Winter macht.

In diesem Sinne, Backliner Alex